Vorbereitungsdossier zur ÜbernahmeentscheidungDEMO-MK-01 · erstellt aus den eigenen Angaben von Martin Keller im Verfahren EP‑6 1.0 · Seite 1 von 2
Dieses Dossier ordnet die Angaben der oben genannten Person nach den Punkten, die vor einer verbindlichen Zusage üblicherweise geklärt werden. Es enthält weder eine Beurteilung der Person noch eine Aussage über Eignung, Erfolg oder Finanzierung. Es ist keine Empfehlung und keine Bescheinigung. Alle Angaben sind Selbstauskünfte und wurden nicht extern geprüft. Aracus hat das Dossier im Auftrag der genannten Person erstellt. Verantwortlich ist Dr. Luc Albrecht. Nur die beauftragende Person entscheidet, ob sie es an Dritte weitergibt.
1. Das Vorhaben
Phase: „Ich suche aktiv.“ Übernahmeform: externe Übernahme, MBI. Ein konkretes Zielunternehmen wird derzeit nicht geprüft. Branche, Größenordnung und Region in eigener Formulierung: „Technischer B2B-Dienstleister im Raum Köln, etwa 15 bis 40 Beschäftigte. Suche neben meiner Anstellung. Nächster Schritt: Suchprofil in vier Wochen schärfen.“
2. Die nächste Entscheidung
Der nächste überprüfbare Schritt lautet in eigener Formulierung: „Suchprofil in vier Wochen schriftlich festlegen, bevor ich weitere vertiefte Zielgespräche vereinbare. Der eigene finanzielle Rahmen muss dafür geklärt sein.“ Der selbst gesetzte Termin liegt in vier Wochen. Danach sollen vertiefte Zielgespräche vereinbart werden. Da noch kein konkretes Zielunternehmen geprüft wird, gibt es weder eine laufende Verkäuferverhandlung noch eine Zusage oder Frist. Wesentlich beteiligt ist die Partnerin, die die Suche grundsätzlich unterstützt.
3. Kriterien und Grenzen
Muss- und Ausschlusskriterien in eigener Formulierung: „Muss: solide Zahlen; ein Team, das mitzieht. Ausschluss: nichts Grundsätzliches, wenn die Zahlen stimmen.“ Im Gespräch als Sorge genannt, noch nicht als Kriterium gefasst: dass ein Betrieb dauerhaft allein am bisherigen Inhaber hängt, gemeint ist, dass laufende Detailentscheidungen ohne Inhaber möglich sein sollen.
Von den fünf finanziellen Grenzen ist das maximal einsetzbare Eigenkapital konkret festgelegt. Noch zu klären sind der private Mindestbedarf während Suche und Übergang, die Einkommensuntergrenze nach der Übernahme, die Grenze für persönliche Haftung oder Sicherheiten und der finanzielle Puffer für Verzögerungen oder gescheiterte Verhandlungen. Beträge werden nicht genannt.
Die benannte Grenze in eigener Formulierung: „Kein Einsatz unserer gesamten privaten Reserve. Wie viel Reserve bei verzögerter Übernahme nötig ist, habe ich noch nicht gerechnet.“ Eine organisatorische Konsequenz für den Fall, dass die Grenze erreicht wird, ist in der Antwort nicht genannt.
4. Entscheidende Annahmen und ihr Prüfstand
Erste Annahme: „Ein Betrieb mit 15 bis 40 Beschäftigten könnte finanziell passen. Grundlage sind eigene Eigenmittelüberlegungen und veröffentlichte Angebotspreise, keine gemeinsame Zahlungsrechnung.“ Angegebene Herkunft: eigene Schätzung. Selbst genannte Spanne für den Fall des Irrtums: „Eher zu optimistisch: Betriebe dieser Größe könnten mehr kosten, als mein Eigenkapital mit üblicher Finanzierung trägt; eher 10 bis 25 Beschäftigte.“
Zweite Annahme: „Drei Monate Begleitung durch den Inhaber könnten für die Übergabe genügen. Grundlage ist die Aussage eines Vermittlers, keine aufgabenbezogene Prüfung.“ Angegebene Herkunft: einzelne fremde Aussage oder Unterlage. Selbst genannte Spanne für den Fall des Irrtums: „Eher zu kurz: Kalkulation und Kundenbeziehungen brauchen wohl sechs bis zwölf Monate.“
5. Informationsstand
In den vergangenen zwölf Monaten wurden nach eigener Angabe folgende Quellen genutzt: Vermittler, Nachfolgebörse oder Makler; Branchenkontakte, Kunden oder Lieferanten der Zielbranche; Familie, Partnerin oder Partner sowie Freunde. Eine vom Vorhaben unabhängige Fachperson wurde nicht genannt. Dazu zählen etwa Bank, Bürgschaftsbank, Förderinstitut, Steuerberatung, Rechtsanwalt, Notar, Kammer oder öffentliche Nachfolgeberatung.
Fachleute in eigener Formulierung: „Finanzierungsfachperson für Szenarien ist noch zu suchen. Bisher zwei Vermittlergespräche, keine unabhängige fachliche Gegenprüfung meiner eigenen Annahmen.“ Offen ist damit die Finanzierungsfachperson; eingebunden waren zwei Vermittlergespräche.
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6. Finanzierung
Von den acht Finanzierungsbausteinen wurde das Eigenkapital, auch aus dem privaten Umfeld, für das Vorhaben geprüft. Bankdarlehen der Hausbank, Verkäuferdarlehen oder ein gestundeter Kaufpreisanteil sowie eine schrittweise Übernahme sind bekannt, aber noch nicht geprüft. Förderkredite, Bürgschaften einer Bürgschaftsbank und variable Kaufpreisanteile sind nicht bekannt. Beteiligungskapital, Investoren oder stille Beteiligungen wurden bewusst ausgeschlossen. Das Dossier nennt weder Beträge noch eine Einschätzung, welche Bausteine erreichbar sind.
Erwarteter Geldbedarf über den Kaufpreis hinaus im ersten Jahr, etwa für Ersatzinvestitionen, Umbauten oder einen Umsatzrückgang, als Stand der Überlegung: „habe ich noch nicht bedacht“.
7. Stand mit der Übergeberseite
Nicht einschlägig: Da kein konkretes Zielunternehmen geprüft wird, wurde der Einigungsstand mit einer Übergeberseite nicht erhoben.
8. Erledigte Vorbereitung
Mit einem konkreten Ergebnis erledigt sind nach eigener Angabe die folgenden Vorbereitungsschritte, im Wortlaut des Fragebogens:
- Suche: Kriterien für die Suche oder das bekannte Ziel schriftlich festgehalten
- Suche: Meine beste Alternative zur Übernahme benannt und mit ihr verglichen
- Markt: Informationen zu Markt oder Geschäftsmodell aus mindestens zwei voneinander unabhängigen Quellen eingeholt
- Ablauf: Einen Ablauf bis zur nächsten Entscheidung mit Termin festgelegt
- Ablauf: Mein Zeitbudget pro Woche für die nächsten sechs Monate festgelegt
Bei den übrigen Vorbereitungsschritten wurde „begonnen“, „noch nicht bearbeitet“ oder „für den jetzigen Schritt nicht erforderlich“ angegeben.
9. Zeit und Abstimmung
Für Suche, Prüfung und Vorbereitung stehen in den nächsten sechs Monaten nach eigener Angabe 6 bis 10 Stunden pro Woche zur Verfügung. Bis zu einer verbindlichen Zusage werden 12 bis 24 Monate eingeplant. Noch kein Unternehmen wurde über eine erste Sichtung hinaus ernsthaft geprüft. Im Gespräch wurden acht gesichtete Angebote und zwei Vermittlergespräche genannt.
Zur Abstimmung mit den wesentlich betroffenen Personen wurde angegeben: „Partnerin unterstützt die Suche grundsätzlich. Mindestbedarf und zeitliche Grenzen des Übergangs sind noch nicht besprochen. Bestehende Betreuungspflichten bleiben.“ Im Gespräch kam hinzu, dass die Suche und die dafür genutzten Abende besprochen sind. Mindestbedarf, Reserve und zeitliche Grenzen des Übergangs wurden noch nicht besprochen. Die Partnerin hat bisher keine Grenze genannt.
10. Offene Klärungen
Die folgenden Ergebnisse hat sich die Person im Verfahren selbst vorgenommen, in ihrer eigenen Formulierung:
- „Wenn ich am Wochenende mit meiner Partnerin am Tisch sitze, dann halten wir Mindestbedarf, Reserve und Haftungsgrenze auf einer Seite fest. Wenn die Seite steht, mache ich innerhalb einer Woche den Termin mit der Finanzierungsfachperson.“
- „Bevor ich in ernsthafte Gespräche gehe: Finanzrahmen mit einer Fachperson durchgerechnet.“
- Zur Bereinigung der Ertragskraft: „Vor einer Zielprüfung mit einer fachkundigen Person an Beispielunterlagen nachvollziehen.“
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